Wald in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Wem gehört eigentlich der Wald?
In Hessen gibt es drei Haupt-Eigentumsformen: den hessischen Staatswald (38 %), den Körperschaftswald von Städten und Gemeinden (36%) und den Privatwald (25%). Ein Prozent besitzt darüber hinaus der Bund. Der Wald ist also überwiegend öffentliches Eigentum.
Wald im Darmstädter Stadtgebiet
Trotz seiner Lage im Rhein-Main-Gebiet ist Darmstadt ungewöhnlich gut mit Wald ausgestattet. Ungefähr die Hälfte des Stadtgebiets ist Wald (ca. 5750 Hektar). Der größte Teil davon gehört dem Land Hessen (ca. 3900 Hektar). Ein Drittel des Waldes ist Eigentum der Stadt Darmstadt („Darmstädter Stadtwald“), lediglich ein Prozent ist Privatwald. Die Darmstädter Gemarkungen sind also stark von öffentlichem Waldeigentum geprägt.
Darmstädter Stadtwald
Er umfasst 1963 Hektar Waldfläche und dient im Schwerpunkt der Erholung und der Ökologie. Er wird bewusst nicht mehr als Wirtschaftswald betrieben.
Seit 2019 verzichtet die Stadt auf regulären Holzeinschlag und Holzverkauf. Vielmehr liegt der Fokus auf Naherholung (Spazieren, Radfahren etc.), Klimaschutz (CO₂-Bindung), Luft- und Wasserreinigung und Biodiversität.
Der Staatswald rings um Darmstadt
Der dem Land Hessen gehörende Staatswald in den Darmstädter Gemarkungen wird grundsätzlich multifunktional bewirtschaftet, d.h. es werden Erholungs-, Schutz- und Nutzungsziele auf der gleichen Fläche miteinander verfolgt. Schwerpunkte der Ziele sind:
- Erholung
- Naturschutz im Wald
- Klimaschutz
- Nachhaltige Holzproduktion
Auf 10 % der Staatswaldfläche findet keine Holznutzung mehr statt; diese Flächen können sich frei zum Naturwald kann entwickeln.
Wald im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Auch die Wälder im Landkreis sind überwiegend öffentliches Eigentum, auch wenn hier es ein wenig mehr Privatwälder gibt.
Die Nutzung der Wälder im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist vielfältiger: Im Staatswald des Landes Hessen wie in den Wäldern der Kommunen wird in aller Regel auf eine Mehrzweck-Waldwirtschaft gesetzt, bei der die Erholung und die Biodiversität im Vordergrund stehen, wo der Wald aber auch Holz liefern soll. Zunehmend wurden auch Waldflächen aus der Nutzung genommen, um Naturschutzgebiete und Prozessschutzflächen zu schaffen.
Thema Wald im Hessischen Ried
Teile des in auf dem Stadtgebiet und im Landkreis gelegenen Waldes verbindet eine eher traurige Eigenschaft. Diese im westlichen Teil der Region angesiedelten Waldflächen liegen im Oberrheingraben auf sehr sandigen Böden des „Hessischen Rieds“ und wurden zu einem guten Teil durch übermäßige Wasserförderung vom früher hoch anstehenden Grundwasser abgetrennt. Diese Wälder kämpfen nur noch ums Überleben. Immer mehr Menschen sehen die bedrückenden Bilder dieser absterbenden Wälder vom Vorbeifahren auf der Autobahn A5. Die zerfallenden Waldflächen erfüllen schon lange nicht mehr die Wirkungen und Funktionen, für die sie vor wenigen Jahrzehnten noch geschätzt wurden.
Mehr dazu unter der Rubrik Aktuelle Projekte/Hessisches Ried.
Immerhin sind davon ca. 4000 Hektar Waldfläche, die sich im Besitz von Land Hessen und Kommunen befinden, im Bereich der Stadt Darmstadt und im Landkreis DA-DI betroffen. Weitere ähnlich bedrohte Waldflächen liegen in den angrenzenden Landkreisen Bergstraße und Groß-Gerau.
Betreuung der Wälder im Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Weit überwiegend werden die Wälder im Stadtbereich und im Landkreis durch die Forstämter Darmstadt und Dieburg des Landesbetriebs HessenForst betreut. Hierzu ein paar statistische Daten:
Das Forstamt Darmstadt ist für eine Waldfläche von 12.613 Hektar (ha) zuständig, bestehend aus 7.088 ha Staatswald, 5.245 ha Wald von Städten, Gemeinden und einigen anderen Körperschaften, 280 ha Kleinprivatwald. Der 1.050 ha umfassende Wald der Stadt Pfungstadt wird in Eigenregie betreut, ca. 220 ha Kleinprivatwald ist ohne Betreuung.
Das Forstamt Dieburg ist für 14.189 Hektar Wald zuständig (8.444 ha Staatswald, 4.745 ha Wald von Städten, Gemeinden und sonstigen Körperschaften, ca. 1.000 ha mittlerer und kleine Privatwälder).
Die bei den regelmäßigen Inventuren („Forsteinrichtung“) präzise erfassten Baumartenverteilungen zeigen für beide Forstämter, dass der Anteil der Laubbäume vor allem im westlichen Teil der Region um Darmstadt und an der Bergstraße mittlerweile überwiegt.
Forstamt Darmstadt Staatswald
Laubbäume: Eiche 25 %, Buche 43%, Edellaubbäume (Ahorn, Esche, Kirsche) 6 %, Weichlaubbäume (Birke, Pappel, Erle) 8 %
Nadelbäume: Fichte und Douglasie zusammen 4 %, Kiefer und Lärche zusammen 14 %
Forstamt Dieburg
Laubbäume: Eiche 12 %, Buche 31%, Edellaubbäume (Ahorn, Esche, Kirsche) 3 %, Weichlaubbäume (Birke, Pappel, Erle) 7 %
Nadelbäume: Fichte und Douglasie zusammen 6 %, Kiefer und Lärche zusammen 41 %
Weitere Informationen zu den Forstämtern auf www.hessen-forst.de
Wem gehört eigentlich der Wald?
In Hessen gibt es drei Haupt-Eigentumsformen: den Staatswald (38 %), den Körperschaftswald von Städten und Gemeinden (36%) und den Privatwald (25%). Der Wald ist also überwiegend öffentliches Eigentum.
Wald im Darmstädter Stadtgebiet
Der größte Teil des Waldes gehört dem Land Hessen. Ein Drittel ist Eigentum der Stadt Darmstadt und lediglich ein Prozent ist Privatwald. Darmstadt ist stark von öffentlichem Waldeigentum geprägt.
Darmstädter Stadtwald
Er dient im Schwerpunkt der Erholung und der Ökologie. Er wird bewusst nicht mehr als Wirtschaftswald betrieben. Es gibt keinen profitorientierten Holzeinschlag. Seit 2019 wird weitgehend auf Holzverkauf verzichtet. Vielmehr liegt der Fokus auf Naherholung (wie Spazieren, Radfahren etc.), Klimaschutz (CO₂-Bindung), Luft- und Wasserreinigung und Biodiversität.
Der Staatswald (Land Hessen) rings um Darmstadt
Er wird grundsätzlich multifunktional mit einer Mischung aus Nutzung und Schutz bewirtschaftet:
- Holzproduktion (nachhaltig)
- Naturschutz
- Erholung
- Klimaschutz
10 % werden nicht mehr genutzt (Naturwald).
Wald im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Auch die Wälder im Landkreis sind überwiegend öffentliches Eigentum, auch wenn hier es mehr Privatwälder gibt.
Die Nutzung der Wälder im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist vielfältiger: Es gibt die klassische Forstwirtschaft (Holznutzung) und den Kommunalwald mit Mehrzweckfunktion Zunehmend werden Flächen aus der Nutzung genommen und Naturschutzgebiete und Prozessschutzflächen geschaffen.

