Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Kreisverband Stadt Darmstadt und Kreis Darmstadt-Dieburg
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Jahresmitgliederversammlung:

Do. 15. Februar 2018, 17 Uhr Landratsamt, Darmstadt,

                                     Jägertorstraße 207, Raum 4013

 

Öffentlicher Vortrag - Gäste sind herzlich willkommen:


Aktuelle Informationen zur geplanten ICE-Neubaustrecke
von Herrn Bernd Rohrmann (Vorstand Fahrgastbeirat ÖPNV)

(anschließend interne Jahreshauptversammlung, Tagesordnung siehe Menüpunkt "Termin-Übersicht")

Pressemitteilung des SDW Landesverbandes Hessen

                                                                                                                                                                                Wiesbaden, 27.10.2017

 

Waldzustandsbericht 2017:

SDW zieht gegen das Land Hessen vor Gericht

Hessische Landesregierung lässt Wald auf 13.000 Hektar großflächig absterben

 

Umwelt-Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser stellte heute im Forstamt Chausseehaus bei Wiesbaden den Waldzustandsbericht 2017 vor. Während es dem Wald im übrigen Hessen auf Grund des feuchten Sommers zumindest nicht schlechter geht, stirbt der Wald im Hessischen Ried wegen der Gewinnung von Trinkwasser und wegen der landwirtschaftlichen Beregnung weiter großflächig ab.

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) – Landesverband Hessen e.V. hat deshalb vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt Klage gegen das Land Hessen eingereicht und damit den größten Umweltschaden in Hessen zum verwaltungsjuristischen Streitthema gemacht.

 

Bereits vor mehr als eineinhalb Jahren hatte die SDW das Regierungspräsidium Darmstadt in einer Umweltschadensanzeige dazu aufgefordert, dem Sterben der Wälder auf Grund der übermäßigen Wassernutzung im Hessischen Ried entgegen zu wirken. In einem Schriftwechsel verwies das Regierungspräsidium darauf, dass nach Auffassung der Behörde alleine der Klimawandel für die dortigen Waldschäden Ursache wäre. Damit ignorierte das Regierungspräsidium sowohl die Berichte des Runden Tischs 2015, wissenschaftliche Untersuchungen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt als auch Berichte und dokumentierte Beobachtungen der eigenen Verwaltung. Der Runde Tisch Hessisches Ried hat in

 

seinem Abschlussbericht den Schaden am Wald auf mindestens 70 Millionen Euro beziffert. Da die Fläche weiter zugenommen hat, dürfte dieser Schaden inzwischen noch größer sein.

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kann und will das nicht akzeptieren, weil nach EU-Recht geschützte Natura2000-Lebensraumtypen, der Waldmeister-Buchenwald (LRT 9130) und der Eichen-Hainbuchenwald (LRT 9160) durch die Untätigkeit des Regierungspräsidiums in ihrem Bestand gefährdet werden. „Wenn dieser Prozess nicht gestoppt wird, ist dieser nach EU-Recht geschützte Wald mit seinen bedeutenden Tier und Pflanzenarten in wenigen Jahren vollständig zerstört“, so der Landesvorsitzende der SDW Hessen Bernhard Klug. „Das Land ist nach europäischem Recht dazu verpflichtet, diese Schutzgebiete zu erhalten“.

 

Die SDW will mit der Klage erreichen, dass das zunehmende Absterben der Wälder im Hessischen Ried gestoppt wird und, wo möglich, der Grundwasserspiegel auf einen waldverträglichen Flurabstand angehoben wird, um den Fortbestand der Wälder zu sichern. Nach Ansicht des anerkannten Naturschutzverbandes muss nach nun jahrzehntelangem Reden, Erstellen von Konzepten und Berichten ein Umdenken erfolgen. Die Wassernutzung im hessischen Ried kann nur im Einklang mit einer Wiederherstellung gesunder Wälder erfolgen. Nicht zuletzt der Runde Tisch hat dafür Maßnahmen und konkrete Umsetzungsschritte formuliert, die nun endlich von der Landesregierung umgesetzt werden müssen. Dazu gehört aber auch, dass zu jedem Wasserrechtsverfahren eine umfassende FFH-Verträglichkeitsprüfung und ein Umweltmonitoring erfolgen, um zukünftigen Umweltschäden umgehend entgegen wirken zu können. „Hier ist in den letzten 40 Jahren leider sehr viel versäumt worden“, so Bernhard Klug. „Das Regierungspräsidium Darmstadt sollte endlich die gemachten Fehler zugestehen und damit den Weg dafür ebnen, dass der Wald auf rund 13.000 Hektar wieder aufgebaut werden kann. Trotz Kenntnis des enormen Schadens werden weiterhin Wasserrechtsverfahren durchgeführt, die die Waldmeister-Buchenwälder und die Eichen-Hainbuchenwälder zerstören werden. Das muss abgestellt werden,“ so der SDW-Landesvorsitzende.

 

 

 

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