Kategorie: Jahresbaum

  • 2026

    2026

    Jahresbaum 2026

    Zitterpappel (Populus tremula)

    Die weit verbreitete Zitterpappel mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Doch als Pionierbaumart spielt sie in der Naturverjüngung eine wichtige Rolle. Sie ist ein Hotspot der Biodiversität und bildet eine Nahrungsgrundlage für viele Tierarten, insbesondere für Schmetterlinge. Ein besonderes Exemplar ihrer amerikanischen Verwandten gilt außerdem als eines der größten und vermutlich auch als ältestes Lebewesen der Welt.

    Pflanzung auf der Jahresbaumallee in Darmstadt-Kranichstein

    Am 23.04.2026 haben die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, HessenForst und die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Zitterpappel als Baum des Jahres 2026 auf der Jahresbaumallee bei Darmstadt-Kranichstein gepflanzt (v. l. n. r.): Klaus-Dieter Wenzel, Geschäftsführer der SDW DaDi, Michael Kolmer, Umweltdezernent der Stadt Darmstadt, Hartmut Müller, Leiter Forstamt Darmstadt, und Dr. Arnulf Rosenstock, stellvertretender Vorsitzender SDW DaDi. (Foto: Forstamt Darmstadt)

    Copyright: Titelfoto Hans

  • 2025

    2025

    Jahresbaum 2025

    Die Roteiche  – Quercus rubra

    Die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) ist durch die Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2025 gekürt worden.

    Die Roteiche gehört zu den Baumarten, die in Zeiten des Klimawandels als Ergänzung zu den heimischen Baumarten diskutiert werden. Sie ist schnellwüchsig und anpassungsfähig und wird in der Umgestaltung der Wälder sowie in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

    Die Roteiche stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Sie wurde vor über 400 Jahren nach Europa eingeführt und ist hier mittlerweile gut erprobt. Sie wird bis zu 35 Meter groß, hat einen ausladende Krone und eine auffallende Herbstfärbung in leuchtenden Rottönen.

    20 Jahre Jahresbaumgalerie: Neue Roteiche gepflanzt

    Darmstadt. Bei trockenem Frühlingswetter haben Landrat Klaus Peter Schellhaas und Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz gemeinsam mit einer Gruppe von Jagdhornbläsern aus Groß-Gerau die Roteiche (Quercus rubra) als Baum des Jahres 2025 in der Jahresbaumgalerie an der Feldschneise gepflanzt.

    „Seit nunmehr 20 Jahren steht die Jahresbaumgalerie für gelebten Naturschutz und Umweltbildung“, betonte Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Gerade heute ist es wichtiger denn je, die Bedeutung unserer Wälder als Orte der Erholung, des Naturerlebens und als unersetzliche Klimaschützer sichtbar zu machen. Mein großer Dank gilt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, HessenForst und der Sparkasse Darmstadt für ihr nachhaltiges Engagement.“

    Die Jahresbaumgalerie, die 2005 mit der ersten Pflanzung ins Leben gerufen wurde, wird jährlich durch den Baum des Jahres ergänzt. Dank der Unterstützung der Sparkasse Darmstadt wurde sie 2022 umfassend neugestaltet.

    Oberbürgermeister Hanno Benz sagte: „Die Jahresbaumgalerie ist ein wunderbarer Ort, um die Vielfalt unserer heimischen und eingeführten Baumarten zu erleben. Die heutige Pflanzung der Roteiche zeigt auch, wie sich unsere Wälder durch neue Herausforderungen und Klimaveränderungen weiterentwickeln. Mein Dank gilt allen, die diese Galerie Jahr für Jahr wachsen lassen.“

    Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) im Landkreis Darmstadt-Dieburg leistet mit zahlreichen Projekten wertvolle Arbeit in der Umweltbildung und Waldpflege. So organisiert sie unter anderem Pflanzaktionen an Schulen und Kindergärten, führt regelmäßig Waldjugendspiele für Kinder und Jugendliche durch, bietet „Wald erleben“-Aktionen an und beteiligt sich an Aufforstungsprojekten in der Region. Mit diesen Maßnahmen bringt die SDW Menschen aller Altersgruppen die Bedeutung des Waldes als Lebens- und Erholungsraum näher.

    Musikalisch umrahmt wurde die Pflanzaktion von einer Gruppe von Jagdhornbläsern aus dem benachbarten Groß-Gerau und damit auf traditionelle Weise besonders festlich gestaltet.

    Hintergrund:
    Die Roteiche stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist wegen ihrer auffälligen roten Herbstfärbung besonders bekannt. Weitere Informationen zur Baumart und zum Baum des Jahres gibt es auf der Website der Dr. Silvius Wodarz Stiftung: baum-des-jahres.de.               

    Quelle (Text und Fotos): Pressemitteilung Landkreis DA-Di, Matti Merker

  • 2024

    2024

    Jahresbaum 2024

    Mehlbeere – Sorbus aria

    Die Mehlbeere ist von der Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2024 erklärt worden.

    Sie ist als Zierbaum in Parks und als Straßenbaum bekannt und beliebt, während sie in Wäldern meistens nur an seinen Rändern vorkommt, denn sie steht gerne im Licht. Die Mehlbeere kommt aber auch in mitteleuropäischen trocken-warmen Kalk-Buchenwäldern vor.

    Aufgrund ihres tiefen Wurzelsystems erträgt sie trockene Perioden und wird in Zukunft bei der Begrünung von Städten und als Alleebaum eine noch größere Rolle spielen. Seit Jahren steht sie auf der Liste der Zukunftsbäume für die Stadt.

    Copyright: Titelfoto krystianwin

  • 2023

    2023

    Jahresbaum 2023

    Moorbirke – Betula pubescens

    Die Moorbirke ist ein Pionier in der Waldentwicklung. Sie benötigt sonnige Standorte und verträgt nur wenig Schatten. Mit ihrer hohen Samenproduktion gelingt ihr auch die rasche Besiedelung von Kahlflächen. Eine freistehende, alte Moorbirke produziert bis zu vier Kilogramm Samen. In einem männlichen Kätzchen befinden sich zirka fünf Millionen Pollenkörner, die bis zu 2.000 Kilometer weit fliegen können.

    Sie ist die nördlichste Baumart Europas und bildet die Waldgrenze nördlich der Borealen Nadelwälder, die sich aufgrund der Erderwärmung weiter nach Norden verschiebt. Sie erträgt Wintertemperaturen von durchschnittlich −33 Grad Celsius. Bei Temperaturen unter −40 Grad Celsius wandelt sie in den Zweigen Stärke in Öl um, wobei Wärme freigesetzt wird. Auch in den Bergen fühlt sie sich wohl. In den Allgäuer Alpen wächst die auf bis zu 1.700 Metern über dem Meeresspiegel.

    Copyright: Titelfoto jhenning

  • 2022

    2022

    Jahresbaum 2022

    Buche – Fagus sylvatica

    Die Buche (Fagus), botanisch korrekt Rotbuche genannt, ist eine der weitverbreitetsten
    Baumarten in ganz Mitteleuropa und mit 16Prozent der Waldfläche die häufigste Laubbaumart Deutschlands. Deutschland ist ein Kerngebiet der Buche, weshalb unser Land eine große Verantwortung trägt, diese Wälder zu erhalten. Ausgedehnte Buchenwälder gibt es in Schleswig-Holstein, Mecklenburg, im Eichsfeld, in den Mittelgebirgen sowie in den unteren und mittleren Berglagen der bayerischen Alpen. Als bedeutender Waldbaum erreicht die Buche Höhen von 30 bis 35 Metern, zuweilen auch über 40 Meter. Kennzeichnend für die Buche ist eine dünne, glatte und zunächst silbergraue, unverborkte Rinde. Einzelne Buchen, die Borkenbildung zeigen, werden „Steinbuchen“ genannt. Weiße, handtellergroße Flecken auf der silbergrauen Buchenrinde werden von einem für sie harmlosen Pilz, dem Weißen Rindenpilz, hervorgerufen. Die Blätter der Buche sind eiförmig, ganzrandig und kurz
    gestielt.

    Wegen ihres reichen Laubfalles (circa 900 g/m 2 ) und ihrer intensiven Durchwurzelung tieferer Bodenschichten ist die Buche eine bodenverbessernde Baumart. Sie wird deshalb auch „Mutter des Waldes“ genannt. Die dreikantigen, braunglänzenden Bucheckern sitzen zu zweit in einem vierlappigen Fruchtbecher. Reichen Fruchtbehang gibt es bei der Buche alle fünf bis acht Jahre. Bucheckern enthalten im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent Öl und sollten vor dem Genuss geröstet werden, damit eine leichte Vergiftung durch den Wirkstoff Fagin verhindert wird.

    Copyright: Titelfoto A. Staab