Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Kreisverband Stadt Darmstadt und Kreis Darmstadt-Dieburg
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Kreisverband Stadt Darmstadt und Kreis Darmstadt-Dieburg

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2017 gab es einen sehr informativen, interessanten Vortrag von Herrn Dr. Christian Storm zum Thema

25 Schritte zur biologischen Vielfalt in Darmstadt

(Kommunales Maßnahmenprogramm der Stadt Darmstadt, erstellt 2013 vom Naturschutzbeirat Darmstadt)

MassmahmenprogrammBiod.pdf
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Umweltinformationsbörse in Darmstadt

Unser Kreisverband war mit einem Info-Stand auf dem Luisenplatz  bei allerherrlichstem Wetter, gutgelaunten Menschen und vielen fröhlichen Kindern, die fleißig rätselten und tolle Sachen gewinnen konnten.

Unser Dank gilt allen fleißigen Helferinnen und Helfern!

Kräuterwanderung im Pfungstädter Moor am 17. April 2016

                                                              

Bei kühlem Frühlingswetter folgte ein Dutzend Naturinteressierte den kundigen Erläuterungen und lebendigen Geschichten der Pfungstädter Kräuterfrau Petra Kramer.

Gleich neben dem Parkplatz am Moorhaus ging es auch schon los: Über die heilsame Wirkung von Weidenrinde und Labkraut gab es Informationen, junge Birkenblätter kauend ging es weiter zu spargelähnlichen Hopfentriebspitzen und verschiedenen Wildgemüsen wie Brennessel, Giersch, Wegerich, Schafgarbe, Labkraut, Knoblauchsrauke, Bärlauch oder Nachtkerzenwurzel. Kaum ein Pflänzchen wuchs am Wegesrand, das nicht die Aufmerksamkeit der Kräuterfrau erregte, sodass die Gruppe in eineinhalb Stunden eine Strecke von ca. 50 Metern zurücklegte – außerordentlich erstaunlich, wie viel die Natur zu bieten hat! Tatsächlich ist doch für jeden und gegen alles ein Kraut gewachsen. Man muss nur kennen und wissen, wie es wirkt und richtig zubereitet wird. Unterwegs bekam die Gruppe immer mal ein leckeres Kostpröbchen aus der Kräuterwerkstatt von Frau Kramer, hier ein Löffelchen Brennesselsamensalz, dort eine Prise Gänselieselwürze – alles oberlecker!

Nach den zahlreichen Informationen über die Pflanzen mit ihren Wirkungen und nach ausgiebigen Kostproben ging es richtig zur Sache. Unter den Obstbäumen wurden dann die Kräuter gesammelt, die für einen leckeren Brotaufstrich gebraucht wurden. Jeder durfte sich seine Kräuter selbst aussuchen. Da gab es Brennesselfreunde, Gierschliebhaber, Knoblauchsrauken-sammler und viele andere Kräuterliebhaber, denen die Natur freiwillig ihre Schätze überlies. Zurück am Moorhaus der Naturfreunde wurden die Kräuter mit Wiegemessern behandelt und schön klein gemacht. So konnten verschiedene Aufstriche aus Quark und Butter hergestellt werden. Mit einer frischen Steigertser Brotscheibe als Unterlage schmeckte das besonders gut. Die Veranstaltung endete gegen 13.30 Uhr, die Teilnehmer konnten zumindest teilweise gesättigt in den Restsonntag entlassen werden. Ein besonderer Dank gilt unserer Kräuterfrau Frau Kramer und den Naturfreunden im Moorhaus, die uns freundlich aufgenommen und unterstützt haben.
                               Fotos:  G. Besecke / A.Stahl        Text: M. Schlote  /  A. Stahl 

Sonntag 15.11.2015 - Dünenwanderung in Seeheim
 

Herr Reiner Stürz vom Landschaftspflegehof führte rund 25 Menschen und einen Hund über die Binnendünen im Süden Seeheims an der Bergstraße.
Herr Michael Schlote von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. OV Seeheim-Jugenheim erklärte zu Beginn der Exkursion die erdgeschichtliche Entstehung der Dünenformationen Ende der letzten Eiszeit entlang des Oberrheingrabens. Die Besonderheit an diesem einzigartig in Deutschland vorkommenden mager-trockenen Standort sind kalkhaltige Sande, die der Ur-Rhein damals herangeschwemmt und abgelagert hat. Einen weiteren Transport erledigte über Jahrtausende der Wind in Richtung Odenwaldrand in einem Gebiet zwischen Viernheim und Weiterstadt. Hier überall stößt man auf Dünen und Dünenreste sowohl im Offenland als auch in Waldgebieten.

In einigen besonders geschützten Bereichen sind Pflanzen und Tiere der Steppe zu entdecken – so stiefelten wir über die falsche Rentierflechte, versuchten das seltene Nadelröschen von Fußtritten zu verschonen und bestaunten Badener Rispengras und Sand-Silberscharte, die so selten ist, dass ein europaweiter Schutz automatisch dort besteht, wo sie gefunden wird.
Dies alles zu bewahren wurde nur durch das Offenhalten der Dünenfläche ermöglicht, was mittels einer Beweidung durch Schafe, Ziegen und Esel geschah. Herr Stürz erklärte, dass nur auf diese Weise  im Gegensatz zum reinen Abmähen auch Vertikalstrukturen verbleiben, wo in trockenen Halmen Sporen von Pilzen oder Eier von Insekten o.ä. überwintern können und Verbreitung finden.                   

Nach Betrachtung der Offenland-Düne ging es weiter in den Wald zwischen Seeheim und Malchen wo gleich das sanft hügelige Relief auffällt. Hierbei handelt es sich um Dünen, soweit das Auge reicht – sie alle haben ihre natürliche Form behalten. Ein Abtrag oder eine Modellierung wie im offenen Gelände fand im Wald nicht statt. Vorwiegend Kiefern kommen mit diesem trockenen Sandboden gut zurecht, durchsetzt mit eingestreuten Buchen, wenigen Eichen und einer lockeren Strauch- und Krautschicht. Vielerorts fällt dichtes Brombeergestrüpp auf.

Inzwischen ist das wertvollste Dünengebiet innerhalb dieses Waldbereiches auf mittlerweile 40 Hektar geschrumpft, vor etwa 100 Jahren – so berichtete Herr Stürz – müssen es noch rund 800 Hektar gewesen sein.

Diese Restfläche ist als Natura 2000- und Naturschutzgebiet ausgewiesen, teilweise sind die Flächen eingezäunt, um wertvolle Arten vor Wildverbiss und wühlenden Wildschweinen zu schützen und für neuerliche Verbreitung zu sorgen. Hier findet sich eine gehäuftes Vorkommen der weißen Waldhyazinthe, des Wintergrüns und des Kreuzenzians – insgesamt sind 10 ‚rote-Liste‘-Arten vertreten. Weiter hinten lugt graublaues Grün eines Wacholders durch die Baumstämme, ein Hinweis auf Waldbeweidung in früheren Zeiten.
Dort, wo Waldboden regelmäßig ein- zweimal im Jahr abgeweidet wird ist der Aufwuchs von Brombeeren stark eingedämmt – ganz im Gegensatz zu nichtbeweideten Flächen, die undurchdringlich zugewuchert sind. Ca. 500 bis 1000 Schafe werden bei der Beweidung einige Stunden bis maximal einen Tag lang auf einer Fläche per Weidezaun gehalten. In Bereichen wo Kiefern aufgepflanzt werden oder von alleine keimen, kommen Esel zum Einsatz, die die Kiefernsämlinge als Nahrung verschmähen, im Gegensatz zu den vierbeinigen Wolllieferanten.

Ein besonders wertvolles und durch die Beweidung gezielt entwickeltes Waldareal eines gesunden Kiefernbestandes konnte die Wandergruppe etwas weiter zur B3 hin bestaunen, wo das Unterholz  aus Berberitzen und anderen Sträuchern aufgelockert wuchs und am Wegesrand das seltene Engelshaargras neben flachwachsenden Hufeisenklee grünte – die ‚Spezial’pflanze des himmelblauen Bläulings, einer geschützten Schmetterlingsart.

Schließlich durften wir alle über einen (rasch ausgeschalteten) Elektrozaun steigen, um von zwei gutmütigen Eselsaugen begrüßt zu werden. Das älteste Tier der kleinen 9köpfigen Herde ist eine  schwarzbraune Eselin, die schon 40 Jahre alt ist. Die Magerstandorte hier an der Bergstraße scheinen also gut zu tun und gesund zu halten! Weiter hinten im großen Gehege stießen wir auf den Rest der Herde, darunter auch zwei süße Fohlen, die natürlich jeder gerne mit nach Hause genommen hätte – vor allem aber die beiden Kinder, die mit von der Partie waren!

Danke, Herr Stürz, für die anschauliche, abwechslungs- und lehrreiche Exkursion.
Wahrscheinlich wird es eine weitere geben im Mai oder Juni, wenn all die Sandmagerrasenblumen blühen - wir freuen uns darauf!

Bericht und Bilder: A. Stahl

3.10.2015 - Das Messeler Hügelland

Die Exkursion startete um 11 Uhr unter fachkundiger Führung des Revierförsters Groß-Zimmern, Herrn Starke.

Herr Konrad Leißler, der diese Aktion organisiert hatte, erläuterte den Besuchern beim Start an der Waldschule Groß-Zimmern den hochschützenswerten Naturraum.

Wer mehr darüber lesen mag findet dies hier. Was den Teilnehmern unterwegs begegnete, zeigen hier einige Bilder zu einer Hirschkäferwiege, dem Fenster zum Lebensraum Baumstamm u. Rinde und einem Amphibienteich.

(Fotos: Rosenstock)

Am Samstag 12. September 2015 waren wir bei der Umweltinfobörse in

Darmstadts Innenstadt mit einem Stand zusammen mit der Westwaldallianz vertreten.

Bei bestem Wetter und zahlreichen Besuchern wurde gebastelt, gefachsimpelt und über den Wald und seine Probleme in Südhessen informiert.

 

Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfer für die tatkräftige Unterstützung!

Geschäftsstelle:

SDW Kreisverband DA-DI

Hinter der Kirche 2 b

64342 Seeheim-Jugenheim

Rufen Sie einfach an unter

06257 5054352 06257 5054352

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